Wellnesstrend Thai-Massage – Was ist dran?

Die Thai-Massage boomt! Zumindest eröffnen immer mehr Thailänder in Deutschland Massage-Studios. Doch was ist die Thai-Massage eigentlich? Die traditionelle Thai-Massage ist eine Druckpunktmassage. Bei dieser Massageform werden die Akupressurpunkte des Körpers mit langsamem, rhythmischem Druck bearbeitet. Dabei verwendet man Dehnbewegungen und Streckübungen zur Mobilisation der Muskeln und Gelenke. Mein früherer Kollege, ausgebildeterer Thai-Masseur, pflegte immer mit einem kleinen Augenzwinkern zu sagen: „Die Thai-Massage ist Yoga für Faule“. Vielleicht, und dennoch steckt mehr dahinter.

Der Ursprung der Thai-Massage

Die traditionelle Thailändische Massage „Nuad“ ist eine über 2.500 Jahre alte Heilkunst. Zehn ausgewählte Energielinien, die nach ayurvedischer Lehre den Körper als energetisches Netz durchziehen, werden über sanfte Dehnung und mit einem rhythmischen Druck bearbeitet. Da sind wir wieder bei der ältesten Gesundheitslehre, dem Ayurveda. Denn hier hat die Thai-Massage ihren Ursprung und wird dem nordindischen Arzt Jīvaka-Komārabhacca zugeschrieben. Man geht davon aus, dass im 3./2. Jahrhundert v. Chr. die Thai-Massage dann von Mönchen, die von Indien nach Myanmar übersiedelten, nach Südostasien überliefert worden sei. Die Lehre der Thai-Massage basiert auf ayurvedischer und chinesischer Medizin, buddhistischer spiritueller Praxis, Yoga und traditionellen Heilpraktiken des alten Siam.

Ablauf der Thai-Massage

Die traditionelle Thai-Massage findet in der Regel leicht bekleidet auf einer Bodenmatte statt und kann bis zu drei Stunden dauern. In der westlichen Welt wird sie jedoch oftmals als 60- oder 90-minütige Behandlung angeboten. Während der Massage arbeitet der Masseur mit seinen Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füßen. Es werden die einzelnen Meridianlinien des Körpers behandelt, Akupressurpunkte gedrückt und stimuliert. Einige Körperteile, Muskeln und Gelenke werden gestreckt und gedehnt.

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© Marcin Bober via Wiki Commons.jpg

Was bringt die Thai-Massage?

Wie bereits erwähnt, geht man davon aus, dass der Körper von energetischen Linien durchzogen ist. Wenn diese Linien aus dem Gleichgewicht geraten, manifestieren sich Blockaden und es kann zu körperlichen Beschwerden kommen, wie Verspannungen der Muskeln, Unwohlsein, Unruhe oder Schmerzen.

Nach asiatischer Lehre kann der Druck auf bestimmte sogenannte Marmapunkte und Energielinien folgende körperliche Leiden lindern:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Ohrensausen (Tinnitus)
  • Schlafstörungen
  • Schock
  • Husten
  • Knieschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel

Die Thai-Massage entspannt die Muskulatur, regt die Blutzirkulation an, kann positive Effekte auf die körperlichen Beschwerden haben und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Trotzdem ist Vorsicht geboten!

Massage ist nicht gleich Massage. Der Deutsche Wellness Verband zeigt sich der Thai-Massage gegenüber skeptisch. Die Zahl der Studios wächst, allerdings lasse die Qualität zu wünschen übrig, so Vorstandschef Lutz Hertel. „Mit Thai Massage möchte man vom anhaltenden Wellness-Boom profitieren, ohne viel Geld investieren zu müssen. Nach unserer Einschätzung beruhen 90 Prozent der Thai-Massagen in Deutschland auf Ausbildungen, die jeder ohne jegliche Vorkenntnisse innerhalb einer Woche absolvieren kann – wenn überhaupt eine Ausbildung vorliegt.“ Ein Wochenendkurs reicht nicht aus, um das nötige Wissen für die Arbeit als Masseur zu vermitteln. Eine fundierte Ausbildung von etwa 300 Stunden seien eine gute Basis für einen Einstieg. In unserem Beitrag „Woran erkennst Du einen guten Masseur“ gehen wir näher auf das Thema ein.

Warum bietet MYSSAGE keine Thai-Massage an?

Vor der Eröffnung haben wir uns ausgiebig Gedanken darüber gemacht, welche Massageanwendungen wir zukünftig anbieten möchten. Die Auswahl ist groß. Man muss ehrlicherweise sagen, dass es Massagearten wie Sand am Meer gibt. Von Abhyanga, Lomi Lomi, Shiatsu, Tantawan, Nuad bis hin zu Tuina. Bei einigen Anwendungen kommen selbst bei uns Massagetherapeuten Fragezeichen auf. Was ist der Unterschied? Welche Massage ist die Richtige für mich? Die vielseitigen Angebote auf dem Markt und unterschiedlichen Preisspannen können es sehr erschweren, den Überblick zu behalten und die richtige Massage auszuwählen. Daher wollten wir es einfach halten. Aus allen Massagearten konzipierten wir das optimale Massage-Angebot. Die Bezeichnungen der Behandlungen sind somit einfach, transparent und verständlich gehalten.

Hast Du schon eine Thai-Massage gehabt? Wie sind Deine Erfahrungen? Teile es uns gerne mit!

 

 

 

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2 thoughts on “Wellnesstrend Thai-Massage – Was ist dran?

  1. Oft muss es ja gar nicht so hart sein, wie bei der Thai-Massage. Meistens reicht schon eine normale Massage oder medizinische Massage aus, um Beschwerden zu lindern oder zu beheben. Dafür muss man nicht bis nach Thailand, das kann auch ein Chiropraktiker in Bern oder sonst wo. 😉

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